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Bull-etin Zug

Aus sportlicher Sicht war das Jahr 2025 eine Enttäuschung. Die Playoffs und damit verbundenen die Ära von Erfolgstrainer Dan Tangnes endeten mit einer grossen Enttäuschung. Die sportliche Achterbahnfahrt passt als Metapher auch zum Jahr 2025. Die Chronik der Ereignisse. 

Sie sind in der laufenden Saison die offensive Lebensversicherung des EV Zug: Tomas Tatar, Jan Kovar, Grégory Hofmann und Dominik Kubalik.

PostFinance/KEYSTONE/Philipp Schmidli

2. Januar 2025 – Eine Niederlage zum Start

Der EV Zug startet mit einer enttäuschenden Leistung und einer 3:5-Niederlage in Rapperswil ins Jahr 2025. Die Mannschaft reagiert zwei Tage später mit einem 4:1-Heimsieg gegen den HC Davos und feiert somit den ersten Sieg des neuen Jahres.

9. Januar 2025 – Der verlorene Sohn kehrt (erneut) zurück

Was sich wenige Tage zuvor erstmals anbahnt, wird Tatsache: Der EV Zug verkündet die Rückkehr von Raphael Diaz zur Saison 2025/26. Der Transfer wird am 39. Geburtstag des ehemaligen Captains verkündet. Der Transfer sorgt bei vielen Fans für Freude, bringt aber auch gegenteilige Stimmen hervor. Für Kritik sorgt vor allem, dass ein Verein mit Fokus eigene Talentausbildung einen 39-jährigen Spieler verpflichtet. Die Kritik verstummt aber relativ schnell, zumal der Routinier schnell mit Leistung von sich reden macht.

28. Januar 2025 – Zug bindet Arbeitstier Wingerli

Selten hat ein Spieler in kürzester Zeit seine eigene Wahrnehmung bei den Fans so grundlegend geändert wie Andreas Wingerli. Der Stürmer wurde nach einer durchzogenen ersten Saison in Fankreisen stark kritisiert und teilweise gar als «Billig-Ausländer» verspottet. Der Schwede startet aber stark in seine zweite Saison und überzeugt mit konstant guten Leistungen, macht sich zudem durch seine nimmermüde Spielweise beliebt. Wertvoll ist er zudem, weil er fast alle Rollen spielen kann. Egal ob erste oder vierte Linie, Powerplay oder Boxplay - auf Wingerli ist Verlass.  Folgerichtig verlängert der EV Zug den Vertrag mit dem polyvant einsetzbaren Stürmer um zwei Jahre.

Andreas Wingerli mauserte sich beim EVZ zum Leistungsträger.

Foto: Andreas Haas

28. Januar 2025 – Fribourg stoppt Zuger Erfolgsserie

Der EV Zug startet nach der Niederlage gegen Rapperswil einen Lauf von erfolgreichen Spielen. Die Zuger punkten zehn Spiele in Folge und gewinnen davon deren acht Spiele, unter anderem gegen Davos, Zürich und Genf. Mitten in dieser Erfolgsserie beginnen aber erneut die Zuger Verletzungsprobleme, der erste Ausfall ist Dominik Schlumpf – der Routinier verletzt sich am 17. Januar in Bern.

1. Februar 2025 – Zug verliert den nächsten Verteidiger

Der EV Zug verliert an jenem Samstagabend auswärts gegen den HC Ajoie – und verliert zudem Verteidiger Tobias Geisser. Für den einstigen NHL-Draft ist die Qualifikation damit erneut aufgrund einer Verletzung vorzeitig zu Ende.

25. Februar 2025 – Der grosse Bengtsson-Schock

Die Playoff-Euphorie erhält einen gehörigen Dämpfer. Nicht unbedingt aufgrund der Niederlage in Genf, sondern wegen des Ausfalls von Lukas Bengtsson. Der schwedische Abwehrchef verletzt sich an der Hand, der Club spricht danach von «mehreren Wochen» Pause und verkündet damit indirekt sein Saisonaus. Der Ausfall des wichtigsten Zuger Verteidigers ist ein herber Dämpfer hinsichtlich der Playoffs.

27. Februar 2025 – EVZ verliert in Kloten mit blutjunger Verteidigung

Der Personalengpass erreicht an jenem Abend in Kloten seinen absoluten Höhepunkt – mit Niklas Hansson und Leon Muggli sind nur noch zwei (!) Verteidiger aus dem Stammkader verfügbar. Die restlichen Verteidiger fehlen aufgrund von Verletzungen oder krankheitsbedingt. Die Abwehr wird komplettiert von Luc Bachmann (19), Nic Balestra (19), Mischa Geisser (19), Ludvig Johnson (18) und Debütant Dorian Moret (17).

1. März 2025 – EVZ sichert sich Heimrecht auf den letzten Drücker

Mit einem 4:1-Heimsieg gegen Lausanne sichert sich der EV Zug am letzten Spieltag den 4. Platz und somit das Playoff-Heimrecht. Dank dieser Tabellenplatzierung qualifiziert sich der EVZ später auch für die Champions Hockey League.

18. März 2025 – Letztes Tangnes-Heimspiel wird zur Farce

Spiel 3 der Playoff-Serie gegen Davos wird zum letzten Heimspiel unter Dan Tangnes und ist an Peinlichkeit schwer zu überbieten. Die Zuger bleiben chancenlos und verlieren mit 0:4. Zu reden geben vor allem die Matchstrafen gegen Fredrik Olofsson und Mike Künzle. Letzterer wird für seinen Crosscheck gegen den am Boden liegenden Adam Tambellini für sieben (!) Spiele gesperrt und verpasst somit die ersten sechs Spiele der neuen Saison.

20. März 2025 – Tangnes-Ära endet mit Sweep

Die Ära von Erfolgscoach Dan Tangnes endet mit einem Sweep. Der EVZ scheidet nach einer enttäuschenden Serie mit 0:4-Siegen aus. Vor allem die Art und Weise, wie dieses Ausscheiden zustande kommt, stösst sauer auf. Besonders das ausländische Personal und Sportchef Reto Kläy werden zur Zielscheibe der Kritik. CEO Patrick Lengwiler spricht aber schon wenige Tage nach dem Ausscheiden ein Machtwort: Sowohl Kläy als auch Neo-Headcoach Michael Liniger wird festgehalten. Gleichzeitig kündigt der Verein eine interne Aufarbeitung der sportlichen Demütigung an.

17. April 2025 – EVZ vs. Klaus Zaugg

CEO Patrick Lengwiler nimmt auf der vereinseigenen Webseite zu verschiedenen Kritikpunkten und Behauptungen Stellung. Dabei antwortet er auch in ungewohnter Schärfte auf Aussagen von Klaus Zaugg in dessen Eismeister-Kolumne, als Zaugg von einem zerrütteten Verhältnis zwischen Lengwiler, Kläy und Tangnes spricht:

«Klaus Zaugg macht eine hervorragende Arbeit als Teil der Unterhaltungsindustrie Eishockey – er schreibt unterhaltsam, sorgt für Polemik und das liest man sehr gerne. Die Wahrheit hat hierbei keine Bedeutung und das interessiert auch nicht wirklich. Wer ihm Infos steckt, kommt gut weg – wer dies nicht tut, muss die Polemik aushalten. In seiner Arbeit muss sich Klaus Zaugg nie für gemachte Aussagen oder als Fakten dargelegte Unwahrheiten rechtfertigen, er geniesst die volle Narrenfreiheit».

Auch die Geschichte rund um die nicht eingelöste Wettschuld aus dem Jahr 2020 wird von Lengwiler nochmals aufgegriffen. Die Zaugg-Schelte findet im Vereinsumfeld viel Zustimmung, sorgt darüber hinaus aber für ebenso viel Stirnrunzeln. Dass sich die Zuger Vereinsführung von Zaugg’s Behauptung angegriffen fühlt, zeigt auch der Umstand, dass die Zuger ein Video-Statement von Dan Tangnes dazu publizieren.

22. April 2025 – EVZ holt Roger Hansson zurück

Der Schwede kehrt nach drei Jahren zum EV Zug zurück und komplettiert den Coaching Staff von Michael Liniger. Zuvor war der Schwede von 2019 bis 2022 bereits Headcoach des EVZ-Farmteams sowie als Head of Development in Zug tätig. Zwischen seinen beiden Engagements war er in Düsseldorf und bei Rögle tätig.

9. Mai 2025 – Kläy gelingt Kubalik-Coup

Nach tagelangen Spekulationen verkündet der EV Zug die Verpflichtung des tschechischen Weltmeisters Dominik Kubalik vom HC Ambri-Piotta. Der ehemalige NHL-Stürmer unterschreibt in Zug für zwei Saisons. Watson-Journalist und Insider Klaus Zaugg hatte den Transfer bereits wenige Tage zuvor angekündigt. Kubalik war in der Saison 2024/25 der beste Torschütze der gesamten Liga und soll die Zuger Offensive wieder ankurbeln. Die Social-Media-Abteilung kann sich bei der Ankündigung des Transfers eine erneute Spitze gegen Klaus Zaugg nicht verkneifen und verseht die Transfer-Ankündigung mit dem Hashtag #Schuldner – so wird Zaugg seit der Wettschulden-Geschichte von weiten Teilen der Zuger Fans betitelt.

12. Mai 2025 – Vertragsauflösung Teil 1: Fredrik Olofsson

Spätestens durch den Kubalik-Transfer ist klar, dass es bei den Importspielern zu Vertragsauflösungen kommen wird. Die erste Vertragsauflösung betrifft Stürmer Fredrik Olofsson, welcher beim EV Zug nie restlos überzeugen konnte. Der sympathische Schwede kehrt nach Schweden zurück und schliesst sich Rögle BK, dem neuen Club von Dan Tangnes, an. Bei Rögle scheint der Center zu alter Stärke zurückgefunden zu haben.  

27. Mai 2025 – EV Zug verpflichtet NHL-Star Tomas Tatar

Am 27. Mai dürfen die Zuger Fans erneut jubeln. Nach Dominik Kubalik gelingt Sportchef Kläy ein zweiter Transfer-Hammer: Tomas Tatar wechselt nach 12 Jahren als NHL-Stammspieler und insgesamt 16 Jahren in Nordamerika an den Zugersee. In Sachen Importspielern ist der Slowake neben Pierre-Marc Bouchard 2014, Jan Kovar 2019 und Justin Abdelkader 2021 der namhafteste Transfer in der Ära Kläy. Nur ein Detail sorgt bei diesem Transfer teilweise für Fragezeichen: Tatar, ein gelernter Flügelspieler mit weniger Center-Erfahrung, ist beim EVZ als Center eingeplant.

Tomas Tatar ist die neue Hauptattraktion beim EV Zug.

Foto: PostFinance/Keystone/Peter Klaunzer

10. Juni 2025 – Vertragsauflösung Teil 2: Gabriel Carlsson

Diese Meldung war zu erwarten gewesen. Auch für Verteidiger Gabriel Carlsson endet das Kapitel EVZ vorzeitig. Carlsson entpuppte sich als Transferflop und funktionierte im Zuger System nicht. Entsprechend wenig überraschend ist die vorzeitige Auflösung seines bis 2026 gültigen Vertrags. Auch Carlsson kehrt nach Schweden zurück und wechselt zu Färjestad. Doch auch da läuft es für den Abwehrhünen bislang nur mässig gut, sein Punkteschnitt ist derzeit noch schlechter als in Zug.

27. Juni 2025 – EVZ komplettiert Kader mit David Sklenicka

Der EV Zug komplettiert seinen Kader für die kommende Saison mit der Verpflichtung des tschechischen Verteidigers David Sklenicka, welcher zuletzt beim Liga-Konkurrenten Lausanne HC gespielt hatte. Dort hatte sich Sklenicka als verlässlicher Zwei-Weg-Verteidiger etabliert und erhielt etwas überraschend trotz guter Leistungen keinen neuen Vertrag – ein Zuger Glücksfall. Beim EVZ entpuppt sich der Tscheche als absoluter Glücksgriff.

18. Juli 2025 – Vertragsauflösung Teil 3: Niklas Hansson

Diese Vertragsauflösung ist sportlich nachvollziehbar und dennoch ist sie schmerzhaft. Der Schwede kam 2021 nach Zug und hatte einen grossen Anteil an der mirakulösen Titel-Verteidigung 2022. Mit einer schweren Knieverletzung begann im Herbst desselben Jahres die Leidensgeschichte des Verteidigers. Fortan setzten ihn immer wieder kleinere und grössere Verletzungen ausser Gefecht und Hansson erreichte nie mehr seine Top-Form. Sinnbildlich war daher auch, dass die ohnehin schon kurzen Playoffs 2025 wegen einer Verletzung in Spiel 2 für ihn vorzeitig zu Ende waren. Hansson, welcher aufgrund seiner meisterlichen Verdienste bei den Fans beliebt war, kehrte zu HV71 zurück. Dort gehört er zum Captain-Team und konnte bislang jedes Spiel bestreiten. Es wäre ihm von Herzen zu gönnen, wenn er weiterhin gesund bleibt.

16. August 2025 - EVZ gewinnt erneut den Lehner Cup

Die Zuger starten mit ihrem neuen Headcoach Michael Liniger im Rahmen des Lehner Cups in die neue Saison. Die ersten zwei Spiele unter Linigers Führung können die Zuger gegen Motor Ceske Budejovice und Red Bull München für sich entscheiden. Dadurch gewinnen sie, wie schon im Vorjahr, den Lehner Cup.

23. August 2025 - Wenig Erfolg in Österreich

Die Euphorie erhält im Trainingslager in Zell am See und der damit verbundenen Teilnahme am Red Bulls Salute einen ersten Dämpfer. Die Zuger verlieren das Spiel gegen ihren Ex-Coach Dan Tangnes und dessen Team Rögle BK gleich mit 1:4 und auch gegen Red Bull Salzburg gibt es eine knappe Niederlage.

7. September 2025 - Durchzogener CHL-Start

Der Start ins Zuger CHL-Comeback fällt durchzogen aus. Der EVZ bestreitet vier von sechs Spielen vor Saisonbeginn und holt dabei sieben von zwölf Punkten. Neben standesgemässen Siegen gegen die Unterdogs Grenoble und Belfast gibt es eine schallende Heimniederlage (3:7) gegen Ingolstadt und eine knappe Auswärtsniederlage nach Verlängerung gegen Lulea. Insbesondere die klare Niederlage gegen Ingolstadt sorgt für ein durchzogenen Start in die CHL-Kampagne.

8. September 2025 – Sven Senteler verlängert bis 2028

Der Center verlängert seinen auslaufenden Vertrag einen Tag vor Meisterschaftsbeginn bis 2028. Senteler spielt seit 2015 beim EVZ und gehört somit längst zum Inventar bei den Kolinstädtern.

12. September 2025 - Erfolgreicher Saisonstart

Der Start in die neue Saison verläuft erfolgreich für die Liniger-Equipe. Gegen Bern und Lugano gibt es zwei überzeugende Siege. Die Zuger punkten in den ersten fünf Spielen, ehe es im sechsten Saisonspiel eine 0:6-Heimklatsche gegen die Lakers setzt.

25. September 2025 – Neue Saison, altes Verletzungspech

Die neue Meisterschaftssaison ist keine drei Wochen alt, bis der EV Zug schon wieder tief in der Verletzungsmisere steckt. Innerhalb von drei Wochen verletzen sich mit Elia Riva, Dominik Schlumpf, Lukas Bengtsson und Raphael Diaz gleich vier Stammverteidiger, welche allesamt einige Wochen pausieren müssen. Kurze Zeit später verletzen sich mit Dorian Moret ein weiterer Verteidiger und mit Daniel Vozenilek ein weiterer Importspieler – auch sie müssen wochenlang pausieren. Dazu erwischt es zwischenzeitlich mit Robin Antenen und Sven Leuenberger auch zwei Stürmer, welche aber nach kurzer Zeit wieder mit von der Partie sind. Um die Misere abfangen zu können, holt Sportchef Kläy temporär den Kanadier Jesse Graham (bis Ende November) und Samuel Guerra vom HC Lugano (Leihe bis Ende November).

2. Oktober 2025 – EV Zug bindet talentierten Nik Petrovic

Der EV Zug verhindert eine zweite «Causa Johnson» und bindet Nik Petrovic vorzeitig an den Verein. Der Slowene, welcher ab kommender Saison eine Schweizer Spiellizenz erhält, unterschreibt ein Arbeitspapier über drei Jahre bis 2029. Zudem wird Petrovic erneut an den EHC Chur ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln.

15. Oktober 2025 – Wenig Spektakel und eine erste Resultatkrise

Die Verletzungsmisere sorgt dafür, dass die Zuger Auftritte im Herbst 2025 eher mau und selbst bei Siegen wenig berauschend ausfallen. Sieg und Niederlage wechseln sich regelmässig ab, Konstanz ist erneut ein Fremdwort. Mitte Oktober kommt eine erste Resultatkrise hinzu, die Zuger verlieren in acht Tagen vier Spiele in Folge, darunter zwei klare Niederlagen in der Liga und eine Niederlage zum Abschluss der CHL-Vorrunde gegen die zweite Garde von Kometa Brno. Die Kritik am neuen Headcoach wird immer grösser.

27. Oktober 2025 – Die wichtigste Vertragsverlängerung: David Sklenicka

Der Tscheche schlägt in Zug ein wie eine Bombe und verzückt die Fans. Sportchef Kläy fackelt nicht lange und verlängert bereits Ende Oktober den Vertrag mit dem Verteidiger um zwei Jahre bis 2028.

David Sklenicka erwies sich für den EVZ als absoluter Glücksgriff auf dem Transfermarkt. 

Foto: Andreas Haas

4. November 2025 – Kläy setzt Ausrufezeichen: Gredig und Schneller kommen

Sportchef Reto Kläy bastelt kräftig am Kader der Zukunft und holt zwei Talente. Er lotst den in Schweden ausgebildeten Verteidiger Eric Schneller aus Genf sowie NHL-Draft Rico Gredig aus Davos nach Zug. Damit ist die Kaderverjüngung endgültig in Gang gesetzt.

12. November 2025 – Ausrufezeichen gegen Sparta Prag

Der EV Zug trifft im CHL-Achtelfinal auf das tschechische Spitzenteam Sparta Prag und setzt im Hinspiel vor den eigenen Fans ein dickes Ausrufezeichen. Die Zuger gewinnen mit 6:0! Dass die Gäste ohne einige ihrer Top-Spieler (darunter Kovy-Bruder und Torhüter Jakub Kovar) antreten, ist in diesem Moment nur eine Randnotiz, schmälert das Resultat dennoch ein bisschen. Wichtig aus Zuger Sicht in diesem Spiel zudem das Comeback des Abwehrchefs Lukas Bengtsson und Stürmer Daniel Vozenilek. Sechs Tage später verliert der EVZ das Rückspiel in Prag mit 2:3, aufgrund des Hinspiels reicht dies dennoch locker für den Viertelfinal-Einzug. Dabei erzielt das Zuger Talent Nik Petrovic sein erstes Tor im EVZ-Dress.

27. November 2025 – EVZ-Kader 2026/27 nimmt Formen an

Sportchef Kläy setzt weitere wichtige Signale. Er verlängert den Vertrag mit Mike Künzle um zwei Jahre bis 2028, dazu holt er den flexibel einsetzbaren Chris Egli aus Davos und Torhüter-Talent Mathieu Croce aus Thurgau. Auch auf der Abgangsseite kommt Bewegung herein: Torhüter Tim Wolf sowie die Stürmer Fabrice Herzog und Nando Eggenberger haben keine Zukunft beim EV Zug. Auch im aktuellen Spielbetrieb werden zwei wichtige Entscheidungen getroffen: Die Leihe von Samuel Guerra wird bis Ende Januar 2026 verlängert, der Vertrag von Graham wird hingegen nicht verlängert.

10. Dezember 2025 – Antenen, Geisser und Wey gehen an die U20-WM, Kläy holt Verstärkung

Verteidiger Mischa Geisser und die Stürmer Robin Antenen und Loris Wey werden für die U20-WM nominiert. Um den damit entstandenen Engpass in der Offensive zu überbrücken, wird Stürmer Santiago Näf bis Weihnachten vom SL-Club EHC Chur ausgeliehen. Später wird mit Livio Truog vom HC Thurgau ein weiterer Stürmer ausgeliehen.

16. Dezember 2025 – Lindemann und Schlumpf müssen gehen

Im Vorfeld des Viertelfinal-Rückspiels werden zwei weitere Personalien geklärt: Verteidiger Dominik Schlumpf und Stürmer Colin Lindemann müssen den Verein ebenfalls verlassen, auch sie bekommen kein neues Arbeitspapier. Damit endet eine Ära beim EVZ, Schlumpf spielt seit November 2014 in Zug. Er ist nach Martschini der Dienstälteste im Zuger Kader. Offen ist damit nur noch die Zukunft von Raphael Diaz, welcher sich nach wie vor von seiner Gehirnerschütterung erholt.  

16. Dezember 2025 – EVZ holt Zwei-Tore-Rückstand auf und zieht in den CHL-Halbfinal ein! 

Der EV Zug überzeugt gegen Lukko Rauma im Rückspiel und zieht dank einem 3:0-Erfolg in den CHL-Halbfinal ein. Überragend ist dabei vor allem Grégory Hofmann, welcher zwei der drei Zuger Tore erzielt. Im Halbfinal trifft die Liniger-Equipe auf Lulea und den ehemaligen Publikumsliebling Brian O’Neill.

23. Dezember 2025 – Versöhnlicher Jahresabschluss

Der EV Zug zeigt nach der Nati-Pause einen starken Jahresabschluss. Trotz Mammut-Programm und fünf Spielen in sieben Tagen gewinnt der EVZ deren vier – darunter das CHL-Rückspiel gegen Lukko Rauma und den Jahresabschluss gegen den HC Davos. Die Zuger beenden das Jahr auf dem 7. Tabellenplatz, nach Verlustpunkten liegen sie auf dem 5. Platz.

Women’s Team: Erfolgreiches Debütjahr in der PFWL

Das Women’s Team spielte ihrerseits eine erfolgreiche Debütsaison in der PostFinance Women’s League. Das Team um Captain Lara Stalder beendete die Regular Season auf Platz 2 und scheiterte erst im Playoff-Final an den SC Bern Frauen. Dennoch gab es zwei Titel zu bejubeln: Sie gewannen den National Cup und den EWHL Euro Cup. In der laufenden Saison 2025/26 dominieren sie die heimische Liga bislang nach Belieben und grüssen mit einem komfortablen Vorsprung vom ersten Tabellenplatz. Auch im National Cup sind sie noch dabei und gehören zu den grossen Favoritinnen.

U21-Team: Halbfinal-Aus und schwierige Saison 2025/26

Aufgrund einer Anpassung in der nationalen Nachwuchsstruktur wurde zur Saison 2025/26 aus dem U20-Team ein U21-Team. In der Saison 2024/25 beendete die Equipe von Thomas Derungs die Regular Season auf dem ersten Tabellenplatz und scheiterte im Halbfinal, womit die Mission Titelverteidigung misslang. Zur Saison 2025/26 kam es auch an der Bande zu einem Wechsel: Thomas Derungs verliess die Organisation und wechselte zur Swiss Ice Hockey Federation, wo er nun als Senior Manager Coach Development tätig ist. Derungs betreute von 2020 bis 2023 die U17-Mannschaft und ab 2023 die U20-Mannschaft des EV Zug. Der grösste Erfolg in dieser Zeit war der Meistertitel 2024.

Seit dieser Saison ist Reto Suri Headcoach der U21-Mannschaft. Die Saison läuft bislang alles andere als rund, die Mannschaft liegt auf dem 10. Platz und grüsste zwischenzeitlich vom letzten Tabellenplatz. Die Verletzungsmisere in der 1. Mannschaft hatte auch auf die Suri-Equipe grosse Auswirkungen, weil dadurch die besten Spieler regelmässig nicht zur Verfügung standen.

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