Am Meeting der Women's League am 3. Mai haben die Vertreter eine signifikante Regeländerung hinsichtlich Körperkontakt beschlossen: Ab nächster Saison 2025/26 werden Checks erlaubt sein. Mit dieser Anpassung folgt die Schweiz anderen Nationen, wie Schweden, wo intensives Körperspiel im Fraueneishockey Realität ist, wie es in der Pressemitteilung heisst.
Der Wechsel betrifft Regel 101.1, “Illegaler Check im Fraueneishockey", was mehrmals zu unterschiedlichen Interpretationen geführt hat. Obwohl Körperkontakt in gewissen Spielsituationen bereits erlaubt war, war die Grenze zu einem bestrafbaren Check unklar. Die geänderte Regel 101.1 besagt nun, dass Checks analog zum Männereishockey erlaubt sind, ausgenommen, “open-ice hits”.
Die neue Interpretation der Regeln gilt in der PostFinance Women's League, inklusive der Ligaqualifikation zwischen der PFWL und der SWHL-B. Im National Cup, gilt die neue Interpretation nur, wenn zwei Teams aus der PFWL direkt gegeneinander spielen. In allen anderen Spielen gilt die frühere Regel 101.1 weiter.
Lara Stalder, Captain des EV Zug und schon lange im Schweizer Nationalteam, zeigt sich hocherfreut: "Die Anpassung der Regeln zum Körperspiel, wie in Schweden, bringt mehr Klarheit, bereitet Spielerinnen besser auf internationale Wettbewerbe vor und zeigt einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des Fraueneishockeys in der Schweiz. Ebenfalls ist es wichtig für die Olympia-Vorbereitung und hilft zudem Verletzungen zu reduzieren, da es zu mehr Aufmerksamkeit und Körperspannung während des Spiels führt."
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