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Bull-etin Zug

Die Kaderplanung für die kommende Saison 2026/27 ist fast abgeschlossen. Beim Schweizer Personal gibt es nur noch eine offene Pendenz: Raphael Diaz (39). Der Routinier befindet sich nach einer Gehirnerschütterung auf dem Weg zum Comeback. Wann er zurückkehrt, ist derzeit noch offen. Mit seiner Gesundheit steht und fällt auch seine Zukunftsentscheidung. Der EV Zug muss hoffen, dass der Routinier trotz seines fortgeschrittenen Alters noch ein Jahr dranhängt. 

Ein weiteres Jahr EVZ oder Karriereende: Wie geht es mit Raphael Diaz weiter?

Es ist ruhig geworden um Rückkehrer Raphael Diaz. Eine Gehirnerschütterung, wohl zugezogen bei einer Rauferei mit HCD-Captain Matej Stransky, setzt ihn seit dem 23. September ausser Gefecht. Wann Diaz, welcher an seinem Comeback arbeitet, wieder auf dem Eis stehen kann, ist offen. Club und Spieler halten sich bedeckt über den genauen Gesundheitszustand.

Dennoch beschäftigt die Zukunft des 39-Jährigen, denn sie ist eines der letzten grossen Puzzlesteine im Zuger Kader. Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist Diaz immer noch ein wichtiger Schlüsselspieler. Nicht mehr so auffällig wie zu besten Zeiten, aber seine Leadership-Qualitäten, seine ruhige Spielweise und vor allem auch seine Fähigkeiten als Spielmacher sind für die Zuger wertvoll. Obwohl das Comeback aufgrund seiner Verletzung bislang von kurzer Dauer war, merkt man seit seinem Ausfall bereits wieder, wie gut der Routinier dieser Mannschaft getan hat und weiterhin tun würde. Den Jahresabschluss gegen Davos verfolgte Diaz auf der Spielerbank und half fleissig im Coaching Staff mit. Ein Indiz, dass ein Comeback bevorsteht? Möglich. 

Im Falle eines Diaz-Rücktritts: Was dann?

Der 39-Jährige wäre eigentlich die Lösung für einige Probleme gewesen, welche die Zuger Defensive schon seit längerem beschäftigen: Boxplay, Spieleröffnung und offensive Unterstützung. Fast noch wichtiger aber, dass er die dringend benötigten Leadership-Qualitäten mitbringt. Er geht mit gutem Beispiel voran und getraut sich auch in der Kabine den Mund aufzumachen.

Entsprechend würde sein Rücktritt eine Lücke hinterlassen, welche zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr durch die Verpflichtung eines Schweizer Spielers zu kompensieren ist. Der Transfermarkt bietet keine brauchbaren Optionen mehr, um einen Diaz-Rücktritt auffangen zu können. Aufgrund der aktuellen Verletzung kann ein solcher Rücktritt keinesfalls ausgeschlossen werden. Zwar soll die definitive Verpflichtung von Samuel Guerra ein Thema sein, aber der weitgereiste Verteidiger – Zug ist bereits seine 6. Station in der National League – besitzt ein anderes Spielerprofil als Diaz und würde das Leadership-Problem ebenfalls nicht lösen.

Heisst die Lösung Sven Senteler? 

Sportchef Reto Kläy stünde im Falle eines Diaz-Rücktritts vor einer grossen Herausforderung. Ein Ersatz zu finden – erst recht zu diesem Zeitpunkt – ist fast ein Ding der Unmöglichkeit und die Verpflichtung eines weiteren Imports aufgrund der Kaderstruktur nicht realistisch. Nebst einer Guerra-Übernahme gibt es noch eine weitere Option, welche durchaus interessant ist: Die Versetzung von Sven Senteler in die Verteidigung. Der Center half bereits im letzten Herbst als Verteidiger aus, als den Zuger langsam die Verteidiger ausgingen. Senteler wusste nach kurzen Startschwierigkeiten in seiner neuen Rolle durchaus zu überzeugen und sammelte auch einige Skorerpunkte.

Was für Senteler sprechen würde, sind seine spielerischen Fähigkeiten. Als gelernter Center kann er als defensiver Spielmacher agieren und wäre in der Lage, durch gute erste Pässe das Spiel aufzubauen. Dem EVZ kommen da auch die bisher getätigten Transfers entgegen. Mit Chris Egli kommt ein Spieler nach Zug, welcher in Davos vorwiegend als Center eingesetzt wird und auch der zweite Neuzugang im Sturm, Rico Gredig, kann Center spielen.

Die Entscheidung naht

Es ist davon auszugehen, dass eine Entscheidung zeitnah fallen wird. Möglich, dass die Zukunft des Routiniers pünktlich zu seinem 40. Geburtstag am 9. Januar 2026 geklärt wird. Unabhängig von seiner Zukunftsentscheidung bleibt zu hoffen, dass der Routinier bald wieder auf dem Eis stehen kann. Es wäre Diaz zu gönnen, vor allem aber braucht ihn der EV Zug spätestens in der entscheidenden Meisterschaftsphase.

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