Gazzetta dell'Ambrì
Ausgewählte Beiträge aus dem deutschsprachigen HCAP Fanmagazin, welches jeweils viermal pro Jahr als Printheft erscheint.
Aus sportlicher Sicht ist das Jahr 2024 für den EV Zug am 23. Dezember mit einer 1:2-Heimniederlage gegen den HC Fribourg-Gottéron zu Ende gegangen. Die Chronik eines Jahres, welches geprägt war von vielen Up and Downs – auf und neben dem Eis.
Nach dem grossen Tangnes-Knall gab es immerhin in Sachen Kaderplanung in den letzten Tagen erfreuliche Nachrichten. Reto Kläy (46) hat die eminent wichtige Vertragsverlängerung mit Captain Jan Kovar (34) ebenso unter Dach und Fach gebracht wie jene mit Elia Riva (26) und Nando Eggenberger (25). Damit sind nun, abgesehen von der Tangnes-Nachfolge, die wichtigsten Fragen in der Kaderplanung für den Moment geklärt – oder doch nicht?
Was sich bereits am Donnerstagabend anbahnte, wurde am Freitagmorgen Gewissheit: Der EVZ verliert seine beiden Talente Attilio Biasca (21) und Ludvig Johnson (18) an den HC Fribourg-Gottéron. Der Aufschrei im Vereinsumfeld ist gross, die Enttäuschung über den Abgang der beiden Talente ebenso. Dabei sind die beiden Transfers – zum Leidwesen des EVZ – aus rationaler Sicht verständlich. Und es ist, allem Frust zum Trotz, kein Grund für Weltuntergangsstimmung.
Der talentierte Stürmer Attilio Biasca (21) steht vor einer wegweisenden Zukunftsentscheidung. Er muss für sich entscheiden, bei welchem Club er in der näheren Zukunft den nächsten Entwicklungsschritt gehen will. Der EV Zug hat sein Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit signalisiert. Der Stürmer zögert, Kläy will bis Ende November eine Antwort.
EVZ-Sportchef Reto Kläy (46) steht vor einer heiklen Entscheidung: Er muss entscheiden, ob der Vertrag mit Captain und Leitwolf Jan Kovar (34) nochmals verlängert wird. Der Tscheche ist wieder topfit und befindet sich in bestechender Form. Aus sportlicher Form gibt es also eigentlich keine Gründe, nicht mit ihm zu verlängern. Klar ist auf jeden Fall: Kovar will beim EV Zug bleiben und hat entsprechend Stellung bezogen. Damit ist nun Reto Kläy am Zug.