Bull-etin Zug
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Ein grosser US-Hockeymarkt - Denver/Colorado - gegen einen anderen grossen Hockeymarkt in Kanada – Montreal. Dass dies ein Traumfinal gewesen wäre, hat nicht nur emotionale und eishockeykulturelle Gründe, sondern auch handfeste wirtschaftliche. Dieser Traum ist nun geplatzt, da sich Las Vegas gegen Colorado durchgesetzt hat. Viele Fans hoffen nun auf Montreal, um die Finalserie zu “retten“. Ansonsten gäbe es den Albtraum für viele Eishockey-Puristen und für die Vermarktungsbranche: Die Vegas Golden Knights gegen die Carolina Hurricanes. Beide haben eine gute Fanbase und treue Fans, aber eben nur einen primär regionalen.
Die grosse Zeit der legendären Trashtalker wie Sean Avery, Claude Lemieux, Jeremy Roenick oder Rob Ray (genannt "Motormouth", weil er während der Partien unablässig redete und lästerte) ist zwar vorbei. Aber es gibt sie noch immer, die Trashtalker - auch 2026. Nur anders...
Es gibt einen Trend, der sich auch statistisch belegen lässt: Die NHL-Playoffs 2025 und besonders 2026 zeigen, dass der klassische Heimvorteil an Bedeutung verliert. Während 2025 bereits knapp über 50 Prozent der Serien auswärts entschieden wurden, stieg dieser Wert 2026 sogar auf etwa 60 Prozent. Gleichzeitig nahm insgesamt der Anteil der Auswärtssiege markant zu.
Die Toronto Maple Leafs machen ihrem Ruf als Drama-Queen der NHL immer wieder alle Ehre. Auch heuer wieder, als innerhalb weniger Tage die gesamte Palette der Emotionen mal wieder die Leafs Nation durchschüttelte.
Alle Jahre wieder zum Playoff-Beginn in der NHL steht die Frage im Raum: Welches in Kanada beheimatete Team kann den nunmehr seit 1993 dauernden Stanley-Cup-Fluch brechen? Die Hoffnungen liegen 2026 diesmal bei den Canadiens de Montréal. Werden ausgerechnet sie – welche 1993 den Pokal holten – das kanadische Stanley-Cup-Trauma besiegen?