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Das Schweizer Frauen-Nationalteam verliert auch die vierte und letzte WM-Vorrunden-Partie in der Top-Gruppe gegen Finnland vor 3226 Zuschauern (!) mit 2:6. Damit steigen die Schweizerinnen ohne Punktgewinn in den Viertelfinal gegen Russland vom Donnerstag.

Das Resultat passt zu den Ergebnissen der letzten sieben Begegnungen der beiden Teams an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen. Die Schweiz hat seit den Olympischen Spielen 2006 in Turin sechs der sieben Spiele gegen Finnland verloren, meistens allerdings eher knapp. Vor der Jahrtausendwende hatten alle vier WM-Partien jeweils mit einer Kanterniederlage geendet. Der bisher einzige Sieg gelang den Schweizerinnen 2011 an der Heim-WM in Zürich und Winterthur mit einem 2:1-Erfolg nach Verlängerung.

Finnland war vor einem fanatischen Heim-Publikum mehrheitlich am Drücker, konnte die Schweizer Führung durch Evelina Raselli noch vor Ende des ersten Drittels mit zwei Treffern, einer davon im Powerplay, korrigieren. Auch Alina Müller’s erster WM-Treffer per Hockeckschuss zum Ausgleich im Powerplay korrigierten die Finninen mit zwei weiteren Toren postwendend und blieben in der Folge klar tonangebend. Trotz eher ausgeglichenem Spiel skorte im Schlussabschnitt nur noch Finnland. Nati-Coach Daniela Diaz attestierte ihrem Team „ein Spiel mit viel Einsatz, Herz und Leidenschaft. Wir haben bis zum Schluss gekämpft.“ Nun gelte es, die beiden Tage Wettkampfpause nu nutzen, „den Kopf zu lüften und uns danach auf die neue Aufgabe zu fokussieren. Wir wollen, ja wir werden diesen Viertelfinal gewinnen.“

Die Ausgangslage für den Viertelfinal gegen Russland bleibt trotz der vier Niederlagen offen, zumal die Niederlage gegen die Russinnen erst in der letzten Spielminute und in doppelter Unterzahl zustande kam. Russland hat die beiden Spiele gegen die USA und Kanada noch vor sich, den Schweizerinnen bleibt damit ein Tag mehr für die Vorbereitung auf das alles entscheidende Spiel.

Telegramm

Finnland – Schweiz 6:2 (2:1, 2:1, 2:0)
Metro Areena – 3226 Zuschauer – SR. Ariano Lortie/Senuk; Lovensno/Spresser.

Tore: 14. (13:34) Raselli (Enzler) 0:1. 15. (14:02) Tapani (Hiirikoski, Sallinen) 1:1. 18. Lindstedt (Hiirikoski, Tulus, Ausschluss Leemann) 2:1. 26. Müller (Bullo, Ausschluss Karvinen) 2:2. 34. Välimäki (Lindstedt , Rahunen) 3:2. 38. Karvinen (Hiirikoski) 4:2. 48. Tuominen (Sallinen, Karvinen) 5:2. 50. Karvinen (Tapani, Hiirikoski) 6:2.

Strafen: Finnland 2 x 2 Minuten, Schweiz 2 x 2 Minuten.

Schweiz: Brändli; Vallario, Bullo; Altmann, Forster; Christen, Leemann; Wetli, Sigrist; Rüegg, Raselli, Enzler; Staenz, Müller, Waidacher; Zollinger, Rüedi, Ryhner; Schlegel, Quennec.

Bemerkungen: Schweiz ohne Stalder. Schussverhältnis: 45:17.

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