Swiss Ice Hockey

Mehrere wichtige Personen haben sich zu den Massnahmen geäusert, die sie für eine bessere Zukunft des Schweizer Hockeys wünschen.

Covid-19 hat grundlegende Diskussionen über das Schweizer Hockey ausgelöst.
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Die Ligaversammlung diskutiert am Mittwoch voraussichtlich den ganzen Tag über diese Themen. Die Gespräche werden sich wohl hauptsächlich um zwei vorgeschlagene Massnahmen drehen: Die Lockerung des beschränkten Ausländer­kontingents und "Financial Fairplay" (vorgeschlagen vom HC Davos). Zu diesen zwei Punkten gibt es sehr unterschiedliche Meinungen.

Während der CEO des SC Bern, Marc Lüthi, die Ausländer­beschränkung am liebsten ganz abschaffen würde (dafür eine Mindestanzahl Schweizer Spieler auf dem Matchblatt möchte), wollen andere die Limite nur teilweise ändern. Daniel Villard, CEO des EHC Biel, will zum Beispiel eine etwaige Schweizer Lizenz für Ausländer nur noch bis zum Alter von 23 Jahren gelten lassen. Andere glauben, eine Aufhebung des Ausländer­kontingents wäre nachteilig für das Schweizer Hockey; darunter Georges Müller (Spieleragent) und Jonas Hiller (Präsident der SIHPU). Sie denken, dass mehr Ausländer in der NL langfristig das Niveau der Schweizer Juniorenligen senken und auch dem Nationalteam schaden würden.

Der Vorschlag für ein Financial Fairplay stiess ebenfalls auf Widerstand. Peter Zahner, Geschäftsführer der ZSC Lions, findet, dass die Liga nie zuvor so ausgeglichen und attraktiv war. Zudem sei kein Club verpflichtet überhöhte Löhne zu bezahlen: "Man kann auch Nein sagen. Jeder ist selber für seine Finanzen verantwortlich." Das Hauptproblem beim Davoser Vorschlag, das auch von anderen Teamchefs genannt wurde, liege bei der rechtlichen und bürokratischen Kontrolle der Löhne. "Auch in der praktischen Umsetzung habe ich grosse Bedenken. Du kannst die Clubs und die Spieler nicht zwingen, den Lohn offenzulegen", meint Zahner.

Auch der Geschäftsführer der SCL Tigers, Peter Müller, findet den Vorschlag kaum umsetzbar. "Schlupflöcher gäbe es wohl viele", meint er. Doch Müller verlangt eine Änderung in der Einstellung der Entscheidungs­träger, denn wenn die Lohnspirale so weiterdrehe, "haben wir in ein paar Jahren nur noch acht bis zehn Clubs."

( 15 Juni 2020 | est )
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