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Bull-etin Zug

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Dank einem beeindruckenden Zwischenspurt im Januar konnte sich der EV Zug als erster Herausforderer des SC Bern etablieren und geht voller Selbstvertrauen in die Olympia-Pause. Steigerungspotential ist allerdings trotz der aufsteigenden Formkurve noch vorhanden.

Von Yannick Ringger   (Bild: PHOTOPRESS/Peter Klaunzer)

Verantwortlich für den Aufschwung im neuen Jahr zeichnen sich die erhöhte Konstanz, die bessere Balance sowie ein gesundes und fast komplettes Line-Up. Diese Faktoren haben es vereinfacht, dass die Zuger in den Heimspielen den Tritt gefunden haben. Dank neun Heimsiegen en suite konnten sie ihre zuvor lausige Heimbilanz aufwerten und sich frühzeitig den Heimvorteil in den Playoff-Viertelfinals sichern. Im Folgenden einige Eindrücke vor der Olympia-Pause.

Unterschiedliche Gesichter zuhause und auswärts

Die erfolgreiche Heimserie hängt vor allem damit zusammen, dass die Zuger zuletzt konstanter aufgetreten sind und mehr Druck entfalten konnten. Verlassen sie sich auswärts auf eine starke Defensive und eine hohe Effizienz, haben sie sich zuhause lange schwergetan, während 60 Minuten die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden und die Fehlerquote tief zu halten. Mittlerweile gelingt dies wesentlich erfolgreicher.

Dafür haben die Kolinstädter – nach Verlustpunkten das beste Auswärtsteam der Liga – in drei der letzten vier Auswärtspartien kein Tor erzielt. Dies lässt sich teilweise mit der Flaute im Powerplay erklären, dessen Erfolgsquote auswärts bei bescheidenen 13.7 Prozent liegt – ganz anders als vor heimischem Publikum, wo sie fast doppelt so hoch ist. Zwar ist die offensive Ausbeute der Zuger auswärts unterdurchschnittlich, dafür kassieren sie am wenigsten Gegentreffer, weshalb sich die Besucher von Zuger Gastspielen auf torarme Spiele einstellen müssen – es fallen durchschnittlich nur 4.65 Treffer, ligaweit der tiefste Wert. Das pure Gegenteil bieten die Heimspiele, wo die durchschnittlich 6.17 Tore den Bestwert markieren.

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Roe, Stålberg und Co. haben Grund zum Jubeln (Photo: Patrick B. Kraemer).

Schnellere Spieleröffnung

Die immer noch steigerungsfähige, jedoch wesentlich höhere Konstanz während den Spielen hängt auch damit zusammen, dass die Mannschaft abgesehen vom langzeitverletzten Grossmann, der nach der Olympiapause zurückkehren sollte, in den letzten Wochen von Verletzungen weitgehend verschont geblieben ist. So konnte Coach Kreis jeweils denselben Abwehrpaaren und Sturmlinien eine Chance geben, ihr Zusammenspiel zu verbessern. In der Abwehr setzt er Diaz, Schlumpf und Alatalo getrennt ein, weshalb er in den ersten drei Paaren über mindestens einen Spieler verfügt, der überdurchschnittliche Fähigkeiten bei der Spieleröffnung aufweist und schnelle Angriffe auslösen kann. Es hilft ausserdem, dass Diaz seine Bestform erreicht und in allen drei Zonen zu den dominierenden Akteuren auf dem Eis gehört hat.

Lammer und Senteler durchbrechen Flaute

Für die offensive Musik sind weiterhin vornehmlich die beiden Linien Martschini-Roe-Stålberg und Klingberg-McIntyre-Suri besorgt. Zuversichtlich stimmen mag aber die Tatsache, dass die dritte Linie um Lammer, Diem und Senteler ihre engagierten Auftritte in den vergangenen Partien in Tore ummünzen konnte. Nachdem er zuvor in 21 Partien bloss zwei Tore erzielt hatte (am 9. Dezember gegen Lugano an der Seite von Roe und Stålberg), steuerte Lammer in den letzten sieben Spielen drei Treffer bei. Senteler konnte am Freitag gegen Langnau eine noch länger andauernde Flaute beenden und seinen zweiten Saisontreffer – den ersten seit dem 12. September (!) – bejubeln. Die engagierten Auftritte der dritten und vierten Linie erlauben es, den Druck auf die gegnerische Mannschaft zu erhöhen und das Momentum auf die eigene Seite zu ziehen. Gerade in den Playoffs, wenn die gegnerischen Coaches stärker versuchen werden, die Toplinien zu neutralisieren, kommt Toren von der dritten und vierten Linie eine noch grössere Bedeutung zu. Wie wichtig die offensive Produktion von der dritten und vierten Linie ist, hat der Spitzenkampf vom Samstag in Bern vor Augen geführt, als Berns nominell vierte Linie den Siegestreffer markierte.

Steigerungspotential vorhanden

Dank des überzeugenden Jahresauftakts konnten sich die Zuger vom breiten Mittelfeld der Liga absetzen und ihren Anspruch als Spitzenteam untermauern. Dennoch gibt es Potential für Verbesserung. Die Anzahl und Dauer an unkonzentrierten Phasen während der Spiele weiter reduzieren, an Auswärtsspielen etwas mehr offensive Initiative ergreifen, die Produktivität der dritten und vierten Linie erhöhen. Gelingt den Zugern dies, können sie sich berechtigte Hoffnungen auf einen erneut langen Playoff-Frühling machen – und einen erneuten Versuch unternehmen, die in den entscheidenden Phasen unbezwingbar erscheinende Hürde namens SC Bern zu überwinden.

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