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Mit dem EHC in die neue Liga

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Rückblick – Im letzten Blogeintrag konnte wir eine kleine Bilanz der Testspielphase ziehen und der EHC hatte sein erstes Saisonspiel hinter sich, welches im Penaltyschiessen gewonnen wurde. Das war alles sehr aufregend, jedoch wussten wir immer noch nicht, wie es in dieser neuen Liga denn wirklich ist.

Von Matchblatt  (Bild: Christoph Perren – ehcpictures.ch)

Highlight Chur

Das nächste Highlight folgte sogleich auf den Saisonstart: Das legendäre Spiel gegen den EHC Chur. Wie schon beim letzten Beitrag erwähnt, gab es in der Saison 2004 (und nicht 2008, wie im letzten Beitrag fälschlicherweise geschrieben) die letzten Begegnungen mit dem EHC Chur. Basel war in der Saison davor von der NLA abgestiegen und ging nach der Saison mit Chur in der NLB gleich wieder rauf in die oberste Liga. Ein wenig Wasser den Rhein runter sind Basel und Chur nun in der MySports League, haben ein ähnliches Schicksal hinter sich und treffen wieder aufeinander. Basel und Chur haben ausserdem noch mehr Gemeinsamkeiten neben dem Konkurs: Man hat dieselben Farben, heissen beide «EHC» und sind zur ähnlichen Zeit gegründet worden (1932 und 1933). Beide waren bereits in der NLB und NLA und haben dabei in der NLA nie einen Titel geholt, haben in der 1. Liga und MSL einen ähnlichen Zuschauerschnitt und spielen in einer ähnlich grossen Eishalle (Basel 6600, Chur 6500). Soviel vor dem Spiel.

Das erste Auswärtsspiel der Saison hatte also schon einmal eine Menge Aufregung mitgebracht. Für einige Fans war dieser Event sogar höhergesteckt als der Saisonstart. Ein gefüllter Bus aus Basel besuchte das Hallenstadion in Chur und wurde von den Churern auch freudig erwartet. Ok, noch ein «Fun Fact»: 2004 war Basel der erste Gegner im frisch renovierten Hallenstadion von Züri, dieses Mal war Basel der erste Gegner im frisch renovierten Hallenstadion von Chur. Nun, weiter im Text: Auch sie sehnten sich danach, wieder mal einen gefüllteren Gästesektor zu haben. Kurz und knapp, der EHC (aus Basel) verlor mit 6:2 das Spiel, die Mannschaft war nicht ready für Chur (ready zeigte sie sich dann im Rückspiel) und musste den Kürzeren ziehen. Leider hat die Mannschaft darauf teils mit aggressiven Mitteln versucht, die Niederlage wegzustecken, was teilweise sogar für die eigenen Fans nicht mehr in Ordnung ging. Alles in allem war es für alle Beteiligten trotz Niederlage ein toller Abend, wir freuten uns schon dann auf weitere Begegnungen.

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Der EHC-Gästesektor im Hallenstadion in Chur (Bild: Christoph Perren – ehcpictures.ch)

Die darauffolgenden Spiele

Die nächsten Spiele waren dann die «normalen Begegnungen», der normale Ligabetrieb ging los ohne besondere Ereignisse oder besondere Teams. Dann wurde schnell klar, dass mit der Mannschaft etwas nicht stimmt. Es tut weh, als EHC Fan zu sehen, wie die Mannschaft auf dem Eis den Eindruck erweckt, keine Lust zum Spielen zu haben. Es war etwas in der Luft, etwas Komisches, was seltsame Spiele zur Folge hatte. Der seltsame MSL Spielplan hat dabei nicht geholfen. Zunächst 2 Spiele hintereinander gegen Seewen, welche man beide verloren hat. Immerhin konnte man das mit 2 Siegen gegen Dübendorf und Thun wieder Wett machen, dennoch war das «Komische» immer noch in der Luft.

Dann folgte der Tiefpunkt in dieser kleinen Krise; die 6:0 Klatsche gegen Brandis. Das mit Brandis ist so eine Geschichte, seit dem Neustart in der 1. Liga konnte man ausserhalb der Playoffs nur 2014 und 2016 je 1 Mal gewinnen. 2014 war Brandis dazu auch der Playoff-Gegner vom EHC, da ging Basel mit 2:0 in Serie in Führung und verlor in den letzten beiden Spielen in Overtime. Es ginge also, eigentlich. Trotzdem kann der EHC nicht mehr zu dieser Leistung zurückfinden und verliert meistens gegen Brandis. Brandis ist ja auch gut, immer vorne dabei. Trotzdem ist da was, dass man überwinden muss. Diese 6:0 Niederlage war ein tiefer Schlag für Basel. Dass man gegen den HCD mit 3:1, und anschliessend gegen den ersten Gegner aus der Romandie seit langem mit 4:3 (SO) gewinnen konnte, war das darauffolgende «Up», nach dem «Down». Was nach diesem kurzen Up kam, wissen wir alle. Was wir nicht wissen, ist was denn genau schlimmer war: Die 6:0 Klatsche gegen den (zu diesem Zeitpunkt) Leader oder eine 5:1 Klatsche gegen den HC Uni Neuchâtel, welche nur das Startspiel gewonnen und sonst immer kläglich versagt haben. Bei dieser 5:1 Niederlage gegen Neuchâtel, hat der sonst sichere Torhüter Osterwalder nicht reagiert und die Mannschaft hat den Start völlig verpennt und während dem Spiel irgendwann begonnen aus Frust zu prügeln. So wie wir das bei Chur erlebt haben.

Der Trost

Apropos, Chur war nach dieser Pleite gegen Neuchâtel der nächste Gegner in der St. Jakob Arena. In diesem Spiel war Basel siegreich. Nicht nur der Sieg gegen Chur war ein Trost, sondern auch die Spielweise vom EHC. Der Sturm war zwar beim Abschluss immer noch nicht konsequent genug, doch die Verteidigung schien besser zu funktionieren. Die Bestätigung dieser Leistung war das erste von 2 Spielen gegen Bülach: Die Verteidigung hat auch dort sehr viel besser funktioniert und die Stürmer der jeweiligen Gegner hatten Schwierigkeiten, den Puck hinter Torhüter Damian Osterwalder zu bringen. Dass man die Chancenauswertung noch verbessern muss bleibt ein Punkt, aber immerhin sieht man einen Fortschritt.

Ausgeglichene Liga

Wir sind uns alle einig, der EHC spielt in einer sehr guten Liga. Es ist nicht zwingend das Niveau, welches gut ist, sondern eher die Tabellensituation. Der erste und der letzte sind 10 Punkte (stand 1.11.) auseinander, dies nach 13 Spielen. Der Vergleich: In der National League hat der erste 40 und der letzte 15 Punkte bereits nach 18 Spielen, in der Swiss League nach 15 Spielen der erste 38 und der letzte 8 (stand 2.11.). Ein ähnliches Bild findet sich in der 1. Liga. Deshalb sind wir froh, dass wir mit dem EHC momentan in der MySports League sind und nicht mehr in der 1. Liga. Dennoch sollte die MSL nicht die Endstation sein, das ist klar.

Fazit: Der EHC kann es immer noch besser (wie in den letzten Jahren eigentlich immer), aber wir sind gut drauf. 

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Mit dem EHC in die neue Liga

4 Hobbyjournalisten aus der Region Basel, welche normalerweise als "Matchblatt" für die Region schreiben, beschreiben ihre Sicht als Fans des EHC Basels vom Start der neuen Liga.

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