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Zahlen Hockey

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Die ZSC Lions haben in der ersten Playoff Runde 130 Schüsse geblockt. Dafür applaudiert man der Mannschaft von Hans Kossmann von allen Seiten. Die wirkliche Story ist aber die Zuger Offensive.

Von Micha Hofer         (Bild: PHOTOPRESS/Urs Flüeler)

Das Problem mit vielen geblockten Schüssen…

Wenn der Gegner schiesst, sollte man versuchen, den Schuss zu blocken. Das stimmt natürlich. Idealerweise würde man aber den Gegner gar nicht erst zum Schuss kommen lassen.. Gute Teams haben den Puck öfter als ihre Gegner, welche dadurch auch weniger Schüsse abgeben können. Eine hohe Anzahl an geblockten Schüssen ist also oft ein Zeichen dafür, dass ein Team zu viele gegnerische Schüsse zulässt, und den Puck selten in den eigenen Reihen hält.

…angewendet auf die Serie ZSC – EVZ…

Die Zuger Offensive hat den ZSC während den 5 Spielen der Viertelfinalserie mit 380 Schüssen eingedeckt. Kein einziges Team der National League hat es in dieser Saison sonst geschafft, über den Zeitraum von 5 Spielen 380 Schüsse abzugeben. Der durchschnittliche Wert liegt bei ca. 300 Schüssen über 5 Spiele. Das ist der Grund, weshalb Zürich so viele geblockte Schüsse hat. Sie haben einfach eine Unmenge an Schüssen zugelassen.

…und wie man es richtig macht.

Manchmal sagt die absolute Anzahl geblockter Schüsse also mehr über die gegnerische Offensive als über die eigene Defensive aus. Um diese zusätzliche Variable zu eliminieren muss man ausrechnen, welchen Prozentsatz der gegnerischen Schüsse ein Team geblockt hat. In der Serie zwischen dem ZSC und dem EVZ haben die Zürcher 34% der Zuger Schüsse geblockt. Dies ist zwar ein guter Wert, aber in keiner weise überraschend. In den letzten 13 Spielen der Qualifikation haben die Zürcher nämlich den exakt gleichen Prozentsatz an gegnerischen Schüssen geblockt: 34%.

Und über was wir eigentlich reden sollten:

Die wahre Story hinter den 130 geblockten Schüssen ist also nicht, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass die Zürcher «den Hebel umgelegt haben» und jetzt im «Playoff Modus sind», weil sie begriffen haben, «dass man kämpfen muss» und «dorthin gehen soll, wo es weh tut». Entweder hat das Team unter Hans Kossmann dies schon um Spiel 37 begriffen, oder diese Floskeln sind alle komplett aus der Luft gegriffen.

Die wahre Story hinter den 130 geblockten Schüssen ist, dass die Zuger Offensive in diesen 5 Spielen so oft geschossen hat, wie wir es in der ganzen Qualifikation von keinem anderen Team gesehen haben. Aber darüber redet keiner.

Lust auf mehr Zahlen? Wenn Du die in diesem Artikel erwähnten Statistiken auch von Deinem Team haben möchtest, oder Du generell Fragen zu Advanced Stats hast, freue ich mich immer, helfen zu können. Kontaktiere mich via Twitter (@EuroCaps) oder via E-Mail ().

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Advanced Stats haben mittlerweile auch im Schweizer Eishockey eine Heimat gefunden. Leider aber nur bei den Teams, nicht in den Medien. Diese Lücke will dieser Blog füllen.

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