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Obwohl die Schweizerinnen durch das ganze Spiel hinweg nicht immer souverän wirkten, erspielten sie sich die Chance, heute gegen die Tschechinnen das Olympia-Ticket zu lösen. Matchwinner für die Schweiz war Lara Stalder mit drei Toren.

Von Andreas Reiner

Hätte man das Spiel vom Donnerstag zwischen den Tschechinnen und den Norwegerinnen als Standard genommen, die Schweizerinnen hätten die Skandinavierinnen klar besiegen müssen. Zu Beginn des Spiels schien dem auch so: Nach drei Minuten führten die Schweizerinnen dank Lara Stalder bereits mit 1:0.

Doch es ging nicht im Gleichschritt weiter. Die Norwegerinnen glichen in der siebten Minute nach einem Gerangel vor Schelling‘s Tor zum 1:1 aus. Aus schweizerischer Sicht boten sich Powerplay-Möglichkeiten mehrfach an, nur haperte es mit der Chancenauswertung gewaltig. 20 Schüsse hatten die Eidgenossinnen auf Ena Nystrom abgefeuert, trotzdem stand es nach 20 Minuten nur 1:1 Unentschieden.

Fahriges Spiel

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels kam Line Bialik zu einer guten Chance, als sie alleine auf Schelling zufahren aber nicht reüssieren konnte. Die Schweizer Torhüterin wirkte nicht immer souverän, konnte aber weitere Tore verhindern. In der 34. Minute hatte die Schweiz eben gerade eine norwegische Möglichkeit verhindern können und spielten dann den schnellen Pass nach vorne, wo Stalder zum zweiten Mal erfolgreich war.

Trotz des Tores blieb das Spiel der Schweizerinnen umständlich. Vor dem Tor wirkten sie zu wenig aggressiv und obwohl sie mehrheitlich in der Angriffszone spielten, hätte der direkte Zug aufs Tor die eine oder andere Chance kreieren können. Lara Stalder teilte diese Meinung teilweise: „Es war ein Krampf, für die Norwegerinnen hiess es Do-or-Die, damit sie im Turnier überhaupt noch eine Chance hatten. Wir hatten sehr viele Möglichkeiten, ihre Torhüterin spielte hervorragend irgendwann fielen aber die Tore.“

Die Skandinavierinnen auf der anderen Seite brachten sich um ihre eigenen Chancen. Insgesamt nahmen sie neun kleine Strafen. Eine davon brachte der Schweiz das dritte Tor in der 55. Minute als Christine Meier den Puck auf Evelina Raselli spielte. Nach dem Spiel meinte Raselli, dass sie sich jetzt noch etwas mit dem heutigen Spiel befassen könnten aber der Fokus klar auf dem Spiel gegen die Tschechinnen (heute um 16 Uhr) liege.

Die Schweizerinnen haben mit ihrem heutigen Gegner aus Tschechien noch eine Rechnung von der letzten WM offen. Stalder dazu: „Wir hatten damals besser gespielt und trotzdem verloren, deshalb wollen wir diese Rechnung begleichen. Wir müssen uns an unseren Gameplan halten und in der Defensive aufräumen, dann geht der Puck vorne auch rein.“

Die Schweizerinnen werden sich deutlich steigern müssen, wollen sie die Tschechinnen besiegen. Dazu muss die Chancenauswertung verbessert und das Verhalten vor dem Tor „böser“ werden. Es ist nicht anzunehmen, dass die Tschechinnen allzu viele Powerplay-Geschenke machen werden.

Bemerkungen:
Tore: 3’ 1:0 Stalder (Raselli), 7’ 1:1 Holos (Dalen, Bialik), 24’ 2:1 Stalder (Thalmann), 55’ 3:1 Raselli (Meier, Müller), 60’ 4:1 Stalder (Bullo) 

59:37: Nystrom aus dem Tor
59:48 Nystrom ins Tor

Strafen: Schweiz: 3x 2’ / Norwegen: 9x 2’

Schüsse aufs Tor:  Schweiz: 20;13;10 / Norwegen: 9;6;2

Line-ups:
Schweiz: Schelling (Brändli); Altmann, Bullo – Stiefel, Staenz, Raselli; Forster, Meier – Stalder, Thalmann, Müller; Zollinger, Benz – Waidacher Nina, Waider Isabel, Rüegg; Staiger – Rüedi, Allemann
Nicht im Aufgebot: Bollinger

Norwegen: Nystrom (Holterud Olsson); Oiseth, Holos – Bialik, Dalen, Fischer; Hoen Olafsen, Bergesen – Sirum, Biseth Engmann, Berntsen; Tendenes, Morset – Martinsen, Haug Hansen, Hjelm; Aakre; Johansen, Pedersen
Nicht im Aufgebot: Anseth

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