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Die Chancen auf eine Playoffqualifikation sind für unsere SCL Tigers rein rechnerisch vorhanden, scheinen aber nur mit einer tiefen Wahrscheinlichkeit realistisch zu sein. In 5 Spielen 7 Punkte mehr als das Grande Lugano zu realisieren, scheint unmöglich zu sein. Dennoch geben wir der Hoffnung auf ein Wunder Nahrung, denn „Wunder geschehen“ nicht nur im Sport…

Von Manfred Hurni

Für mich scheint es theoretisch schon seit längerer Zeit klar, dass unsere Tigers nicht unter die ersten 8 Mannschaften kommen werden und Playoffs spielen: Dies auf Grund des miserablen Saisonstarts mit 9 Niederlagen in 10 Spielen. Dazu haben unsere Tigers im Ligavergleich ein qualitativ eher bescheiden bestücktes Kader. Und mit dieser Einschätzung bin ich bei weitem nicht der Einzige im Tal der jammernden Tiger. Durchforscht man dazu noch die Geschichtsbücher der nationalen Meisterschaften, endeten schlechte Saisonstarts von Underdogs wie Langnau selten bis nie in einer Playoffqualifikation. Sogar Spitzenteams nagen jeweils noch lange daran, wie das aktuelle Beispiel des Grande Lugano zeigt, oder das des grossen SCB letztes Jahr.

Es ist nicht nur eine Glaubensfrage, denn Wunder gibt es ja immer wieder und sie sind nach dem jeweiligen Eintreffen ja sogar faktisch belegbar. Ich fände es grossartig, wenn wir Tiger am Ende von einem Playoffwunder sprechen könnten, erwarte es aber nicht, sondern wage es zu hoffen! Gerade im Sport kommt es immer wieder dazu: Aus schier unmöglichen Situationen gehen plötzlich dort Türen auf, wo niemand mehr damit gerechnet hat. Deshalb dürfen wir im Emmental immer noch leise Hoffnung haben, am Ende doch noch die grosse Sensation zu schaffen. Oder anders gesagt: Die theoretische Tatsache, dass wir irgendwann mal rot werden in der Tabelle, scheint sich erstaunlicherweise in die Länge zu ziehen. Oder sind wir dieses Jahr etwa doch für das grüne Eldorado bestimmt?

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Das Glück von Langnau hängt vom Scheitern des HC Lugano ab

Der Titel dieses Abschnitts relativiert die Wundertheorie, denn echte Wunder schaden eigentlich niemandem. Klar: In sportlichen Wundern braucht es für einen Gewinner halt auch einen Verlierer. Deshalb würden wir uns nicht nur im Emmental tierisch freuen, wenn ein sportliches Wunder des Underdogs Langnau auf Kosten der monetären Grossmacht aus Lugano rausspringen würde. Heisst: Damit das Wunder aus gelbroter Sicht überhaupt möglich wird, dürfte Lugano in 4 Partien nicht mehr als 8  Punkte holen. In diesem Fall bräuchten die Tigers dann schon ein enorm grosses Wunder: Das Punktemaximum von 15 Punkten. Der HC Lugano hat es also in den eigenen Händen:  3 Siege nach 60 Minuten und die Luganesi sind definitiv durch. Gehen wir mal normaldenkend davon aus, dass es das teuerste Kader der Liga schaffen wird und das tiefste Budget der Liga es eben am Ende doch nicht schafft? Wetten, dass 8 von 10 Menschen so denken?

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An Wunder soll man glauben oder sie gar erwarten: So die weit verbreitete Haltung. Kann man so das Eintreffen von Wundern relevant beeinflussen? Klar ist mit Glaube viel möglich und er ist die Basis. Allerdings lässt sich ein Wunder nicht von Menschen steuern, sondern es wird ohne Gegenleistung geschenkt. Wunder geschehen meistens dort, wo sie nicht erwartet werden. Der Auftrag für unsere Tigers ist somit klar: Nicht hoffen, sondern den Fokus auf das eigene Spiel richten und den Moment leben. Nur so kann das gelbrote Wunder überhaupt möglich werden. Und ich bin überzeugt, falls es so bestimmt ist, wird es auch geschehen.

Wo liegt der Fokus?

Heinz Ehlers hat im letzten Interview in der Berner Zeitung gesagt, man wisse nie, was passiere und er schaue aus seinen Erfahrungen heraus nur noch von Spiel zu Spiel. Unser Hagu Heinz zeigt damit Demut und Respekt vor der Aufgabe. Solche Tugenden braucht es, um Wunder überhaupt möglich zu machen. Der Fokus muss auf die Gegenwart (in unserem Fall aufs Spiel) gerichtet sein. Denn nur die Gegenwart kann man beeinflussen. Die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft kennen wir nicht. Demnach lebt der Chef selbst die richtige, bodenständige Haltung vor. Je besser der Fokus auf das Spiel bzw. auf das jetzt gerichtet werden kann, desto grösser die Chance auf den Sieg. Leben die Tigers Einsatz für Einsatz; kämpfen sie um jeden Zentimeter und haben sie auch das nötige Wettkampfglück, werden in den letzten 5 Spielen weitere Siege dazukommen. Und was dann bei den Luganesi passiert, wenn der Underdog von Platz 9 her plötzlich noch mehr drückt, weiss niemand. Jedenfalls fehlt der Beweis bisher, dass die „Millionaros“ gerade in engen Spielen um Sein oder Nicht Sein, als Mannschaft immer so souverän funktionieren, dass sie eine Krise abwenden können. Die Pest auf dem Stock ist in solchen Fällen nicht mehr so weit weg.

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Freuen wir uns auf den Abschluss einer spannenden Qualifikation. Unser Tiger ist überraschend gut unterwegs. Auch punkto frühzeitiger Ligaerhalt wächst das Polster. Und wer weiss, was passiert, wenn der gute Lauf noch weitergeht? Ich hoffe, dass wir in diesem Fall vor einem wunderbaren Eishockeywunder stehen!

Von einem Wunder darf man sprechen, wenn etwas praktisch funktioniert, was theoretisch nicht gehen sollte. In diesem Sinne:

Let's go Tigers! Fight hard for victory and make the yellow-red miracle possible!

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Mänfu's Tigersblog

Seit meiner Kindheit fasziniert mich das Emmental und der SC Langnau. Als regelmässiger Matchbesucher schreibe ich hier meine persönliche Einschätzung rund um die SCL Tigers.

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