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Bull-etin Zug

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Am Dienstag vermeldete der EV Zug die Verpflichtung Viktor Stålbergs für die nächsten beiden Saisons. Somit ist das Ausländerquintett besetzt. In diesem Blog analysiere ich, was vom neuen Spieler erwartet werden kann.

Von Yannick Ringger  (Bild: Bridget Samuels / flickr)

Das Engagement des 31-jährigen Schweden kann durchaus als Coup betrachtet werden, da ihm gemäss kanadischen Quellen auch eine Offerte seines letzten Arbeitgebers, der Ottawa Senators, über ein Jahr vorgelegen haben soll. In den letzten acht Saisons bestritt er, Playoffs inklusive, für die Toronto Maple Leafs, Chicago Blackhawks, Nashville Predators, New York Rangers, Carolina Hurricanes und die Senators 548 Parteien in der NHL, wobei er 179 Scorerpunkte erzielte.

Tempo, Physis, Polyvalenz, Erfahrung

Stålberg, der wie Carl Klingberg aus der Nachwuchsabteilung von Frölunda stammt, schiesst links und kann sowohl auf dem linken als auch dem rechten Flügel eingesetzt werden. Sein Spiel zeichnet sich durch hohen Speed aus, mit dem er die Gegner beim Forechecking unter Druck setzen und Gegenstösse provozieren kann. Seine Grösse und Kraft setzt der Göteborger in Zweikämpfen gewinnbringend ein, womit er die Durchschlagskraft der Zuger vor dem gegnerischen Tor erhöht. In der letzten Saison spielte der 190cm-Hüne im Power- und Boxplay. Er ist also vielseitig einsetzbar. Mit seiner Erfahrung hilft er nicht nur, die Abgänge der Veteranen Holden und Immonen zu kompensieren, sondern er weiss auch, wie man gewinnt. 2013 holte er mit den Chicago Blackhawks den Stanley Cup.

Das sind alles willkommene Eigenschaften, um die Zuger Offensive noch ausgeglichener und unberechenbarer zu machen. Coach Kreis, der verantwortungsbewusste und komplette Zweiweg-Spieler gegenüber eindimensionalen Offensivkünstlern bevorzugt, wird Stålbergs Flexibilität schätzen. Dieser Transfer stellt sicher, dass die Zuger künftig weiterhin mit Tempo und noch etwas mehr Physis angreifen.

Solide Puckbesitz-Statistiken, (zu) wenig Ertrag

Stålberg agierte in der NHL als Dritt- oder Viertlinien-Flügel. Offensiv produzierte er in der NHL zu wenig, um mehr Einsatzzeit zu erhalten. Anders sah es während der Lockout-Saison 2012/13 aus, als er sowohl in Schweden als auch Russland als Skorer glänzte. Diesen Eindruck bestätigte er 2014/15, als er in der AHL für die Milwaukee Admirals in 20 Partien 11 Tore erzielte. Ansonsten spielte der Schwede in den letzten acht Jahren immer in der NHL, wobei er kaum wegen Verletzungen ausfiel und ein fixer Bestandteil des Lineups seines jeweiligen Teams darstellte.

Nach dem Trade von Carolina zu den Senators im Februar erhielt Stålberg von Coach Guy Boucher mehr Einsatzzeit als zuvor und rechtfertigte dies mit relativ soliden Statistiken. Seine Puckbesitz-Statistiken waren eher vorteilhaft – die Kanadier gaben mit ihm auf dem Eis mehr Schüsse ab, als sie bekamen. Dieses Muster zieht sich durch Stålbergs Karriere, wobei er diese positiven Zahlen in den letzten Saisons zu wenig auf den Spielstand ummünzen konnte. Seit seinem Abgang aus Chicago 2013 war seine offensive Ausbeute eher mager, was jedoch auch mit dem geringeren Potential seiner Mitspieler zusammenhängt. Besonders alarmierend ist seine fehlende Produktivität in den Playoffs. In seiner gesamten NHL-Karriere markierte der Schwede in 60 Playoff-Begegnungen zwei Treffer. Sowohl in den 19 Partien auf dem Weg zum Gewinn des Stanley-Cups mit den Blackhawks 2013 als auch in den abgelaufenen 17 Spielen mit den Senators blieb er ohne Torerfolg.

Nur zwei ausländische Center

Soll Stålbergs Engagement beim EV Zug als gelungen in die Geschichte eingehen, muss er unbedingt einen Weg finden, seinen persönlichen Playoff-Fluch zu brechen. Denn der EVZ braucht den Schweden – im Gegensatz zu seinen NHL-Teams – gerade auch in der entscheidenden Phase der Saison als offensiven Leistungsträger. Er bringt jedenfalls alle Fähigkeiten mit, um dieser Aufgabe zumindest in der Qualifikation gewachsen zu sein.

Das Engagement eines zweiten ausländischen Flügelstürmers bedeutet auch, dass der EVZ seine letzte Saison so erfolgreiche Strategie einer starken Centerposition mit drei Import-Spielern aufgibt. Wie sich das konkret auf das Lineup auswirken wird und wer mit einer grösseren Rolle als bisher rechnen darf, wird in einem nächsten Blogeintrag beleuchtet werden.

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